Gelernt im Dienstleistungssektor, Unternehmer, Unernehmensberater, 
Autor Mentor & Coach

MIchael Colverson, Jahrgang 1969

Von Zeit zu Zeit stelle ich hier persönliche Texte ein!

Vorspruch

Dies ist kein Ort täglicher Nachrichten und keine Sammlung nüchterner Gedanken.
Hier schreibe ich, wenn die Zeit selbst anklopft und mich zwingt, ihre Sprache in Worte zu fassen.
Es sind Texte, geboren aus Augenblicken, die zu groß waren für das Schweigen: das Spiel von Licht und Schatten, die Kreise der Jahreszeiten, die Wucht des Verlustes und die leisen Geschenke des Glücks.

Was euch hier erwartet, ist weder System noch Vollständigkeit.
Es sind Bruchstücke, Spuren, kleine Splitter eines Blicks auf das große Rätsel, das wir Zeit nennen.
Mal finden sie den Ton der Melancholie, mal jenen der Feierlichkeit, manchmal tragen sie die Leichtigkeit eines Lächelns, das mitten im Sturm entsteht.

Ich lade euch ein, für einen Moment stillzuhalten, den Tritt des Alltags zu verlieren und einzutreten in diesen Raum aus Worten.
Vielleicht findet ihr dort ein Spiegelbild eurer eigenen Fragen, vielleicht nur einen Gedankenfunken, der euch begleitet.
Nichts weiter will ich – als dass ihr spürt: Wir alle tanzen denselben Tanz der Zeit.

A short story of your life....

by Anonymus

Liebe Leser, ich habe einen lieben Freund gebeten einen Text über mich zu verfassen, der ein wenig humoristisch meinen Werdegang beschreibt. 

viel Spass beim lesen.

Michael Colverson – Vom Schulbankdrücke(r) zum Jet-Set-Kellner und Schlossbesitzer

1969 in Düsseldorf zur Welt gekommen, ausgestattet mit einer deutschen Mutter, einem englischen Vater und einer gehörigen Portion Selbstironie, wuchs Michael quasi zweisprachig auf – deutsch im Alltag, englisch beim Meckern über den Tee.

In der Schule hingegen brillierte er weniger durch Hochbegabung als vielmehr durch Anwesenheitsabstinenz. Besonders im Frühling und Sommer glänzte er wie ein Stern – allerdings am Baggersee, nicht im Klassenzimmer. Dass die Höhere Handelsschule ihn trotzdem haben wollte, grenzt bis heute an ein pädagogisches Wunder. Dort schaffte er es ins obere Leistungsdrittel, vermutlich weil Wirtschaft und Verwaltung endlich einmal Themen behandelten, die mehr mit dem Leben zu tun hatten als der Satz des Pythagoras. Doch auch das hielt nur ein Jahr, dann zog es ihn 1988 – jugendlich, schwul und voller Tatendrang – hinaus ins Leben.

Es folgte eine Jet-Set-Phase, die selbst Madonna neidisch gemacht hätte: wilde Partys, exzentrische Freunde, eine Dauerkarte für die Nacht. Zwei Jahre lang war Michael das, was man heute wohl "Lifestyle-Influencer ohne Instagram" nennen würde. Doch irgendwann nervte der exzessive Glamour fast so sehr wie ein schlechter Kater.

Also frisch ans Werk: Gastronomie. Besteck polieren, Gäste charmieren, Servietten falten wie ein Origami-Meister – genau sein Ding. Gestartet als einfacher Kellner im größten Kur- und Sporthotel Deutschlands, legte er eine Karriere hin, als sei er im Eilverfahren durch ein Rolltreppen-Leben gefahren: In kürzester Zeit war er stellvertretender Abteilungsleiter von gleich zwei Groß-Outlets. Und weil "gut" nie gut genug war, wechselte er bald in die Sternegastronomie. Dort führte er Häuser so erfolgreich, dass selbst die Industrie- und Handelskammer ihm ohne klassische Prüfung einfach direkt die Qualifikation zum Restaurant- und Hotelfachmann verlieh. Mit Ausbildungsbefugnis. Wer braucht schon Schulnoten, wenn man ganze Großbetriebe jonglieren kann?

Als Krönung folgte schließlich das Schlosshotel – eine Entscheidung irgendwo zwischen romantischem Märchen und waghalsigem Abenteuer. Gemeinsam mit seinem damaligen Lebenspartner spielte Michael eine Zeit lang die Hauptrolle in Downton Abbey auf Rheinländisch.

Nach dieser Episode wechselte er die Seiten – vom Gastgeber zum Ratgeber. Bei einer renommierten Unternehmensberatung und mit eigener Beratungsstruktur bewahrte er Hoteliers und Gastronomen davor, an denselben Fehlern zu scheitern, die er schon selbst hinter sich gelassen hatte.

Dann kam 2016 die gesundheitliche Zäsur. Statt Champagner-Gläsern traten Arztberichte auf den Tisch. Doch Michael wäre nicht Michael, wenn er sich davon dauerhaft stoppen ließe. Er entdeckte eine neue Leidenschaft: akribische Recherchen, messerscharfe Analysen und Texte, die wie kleine Miniatur-Gourmetgerichte serviert werden – nicht für den Magen, sondern für den Kopf.

Und wer ihn kennt, weiß: Sollte die geplante Operation seine Gesundheit maßgeblich verbessern, hält ihn nichts mehr zurück. Dann stürmt er erneut los – vielleicht nicht mehr auf High Heels durchs Jet-Set-Leben, aber ganz sicher mit klarem Verstand, scharfem Witz und der unerschütterlichen Lust, die nächste Geschichte seines Lebens zu schreiben.

Der Tanz der Zeit!

Pathos

Die Zeit ist ein Zauberer, der uns immer wieder denselben Trick zeigt – und wir staunen doch jedes Mal, als sähen wir ihn zum ersten Mal. Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Ein Kreis, der nicht fragt, ob wir mitspielen wollen. Die Natur stirbt und wird wiedergeboren, als hätte sie ein Abo auf die Ewigkeit. Wir stehen daneben, applaudieren und wissen: wir selbst bekommen diese Wiederauferstehung nicht.

Unser Leben ist kein Kreis. 

Es ist ein Pfeil, der nach vorne schießt, geschnitzt aus der Entropie. Alles zerfällt, und wir auch. Während die Bäume jedes Jahr neue Blätter tragen, tragen wir mit jedem Jahr nur tiefer gegrabene Linien in unseren Gesichtern. Sie sind die Jahresringe unserer Seele.

Der Käfig mit offener Tür

Wir haben es uns gemütlich gemacht in einem Käfig, dessen Gitterstäbe aus Festen und Ritualen geflochten sind. Weihnachten, Ostern, Geburtstage – kleine Marker, damit wir im Nebel des Werdens und Vergehens nicht verloren gehen. Und doch ist es ein Käfig, auch wenn die Tür offensteht. Wir könnten hinaustreten, die Zeit neu denken, neu leben – aber wir drehen uns lieber weiter im Karussell, feiern im Takt und vergessen, dass unser Ticket bald abläuft.

Das Spiel von Nähe und Einsamkeit

Manchmal treffen wir Menschen, deren Blick uns das Gefühl gibt, wir seien ihnen schon einmal begegnet – wenn nicht hier, dann vielleicht in irgendeinem Leben, das lange hinter uns liegt oder noch vor uns schlummert. Mit ihnen teilen wir für eine Weile den Rausch der Zeitfahrt. Manchmal bleibt es, manchmal bricht es. Am Ende aber sitzen wir doch allein in unserem Waggon, schauen aus dem Fenster und merken: der Zug fährt weiter, egal ob jemand neben uns sitzt oder nicht.

Und wie absurd das ist: 

Wenn wir glücklich sind, rast die Zeit wie eine Sternschnuppe davon, blinkt kurz auf und erlischt. Wenn wir einsam sind, dehnt sie sich wie eine graue Wüste, endlos und bitter. Einstein hätte gelacht – ja, Zeit ist relativ, und unser Herz kennt die Formeln besser als jedes Lehrbuch.

Überflutung und Leere

Im Zeitalter, in dem wir ständig miteinander verbunden sind, ertrinken wir im Meer der Informationen. Wir wissen in einem Atemzug, was in der ganzen Welt geschieht, doch oft nicht, wie es dem Menschen neben uns wirklich geht. Wir tippen „Gefällt mir“, doch wann haben wir zum letzten Mal jemandem ins Gesicht gesagt: Ich mag dich. Du bist mir wichtig.?

Unser Geist ist ermüdet vom Überfluss, unser Herz verarmt am Wesentlichen – der Nähe, der Berührung, der Wärme.

Ein Aufruf zum Fest

Vielleicht ist der Ausweg gar nicht groß, gar nicht komplex. Vielleicht liegt er in der Einfachheit: einen Menschen festhalten, wenn wir ihn gefunden haben. Nicht immer weiter suchen – das „Bessere“ ist oft nur eine Fata Morgana, geboren aus Werbung und Illusion. Vielleicht liegt er darin, Liebe wieder zu lernen – nicht als Wort in einem Lied, sondern als Handlung, als Blick, als Hand, die die unsere hält.

Und wenn wir wiederkommen sollten – wer weiß das schon? – dann lasst uns Zeichen verabreden. Kleine Symbole, damit wir uns nicht verfehlen, wenn wir wieder durch Zeit und Raum geschleudert werden.

Bis dahin aber: 

Lasst uns feiern. Nicht die Kalenderfeste, nicht nur den Wechsel von Frühling und Winter. Nein – lasst uns das Feiern lernen, das Leben selbst. Das Lachen heute, die Nähe jetzt, die Liebe hier.

Denn vielleicht ist dies unsere einzige Fahrt. Vielleicht gibt es kein Zurück, kein Zweites Mal. Doch falls doch ein Morgen über den Tod hinaus wartet – dann wollen wir ihm mit der Gewissheit begegnen, dass wir verstanden haben: Worum es ging.

Es ging darum, einander zu finden. Und nicht loszulassen.

Michael Colverson im September 2025 

Poetisches Résumé: Die Welt im Überfluss

Pathos

Im Morgengrauen einer geeinten Menschheit schwindet der Schatten von Mangel und Besitz.
Mit dem letzten Atemzug der Gier verwandelt sich Erde in Heimstatt des Überflusses.

Kein Gold mehr, das trennt – kein Preis, der zählt:
Stattdessen gibt jeder, was er liebt und kann.
Die technischen Wunder, einst Visionen, erfüllen nun den Alltag –
Replikatoren speisen den Hunger nach Kreativität und Sinn, Energie fließt sauber und reichlich, Krieg und Hunger ebben, als hätte es sie nie gegeben.

Regeln schafft die Gemeinschaft, nicht Macht:
Transparenz, Teilhabe und Kontrolle weben den Schutz
vor Missbrauch und Eigennutz.
Anerkennung gilt dem, der zum Wohl aller handelt,
und Ehrfurcht dem, der mit den Dingen andächtig umgeht.

Wissen vermehrt sich, frei wie Licht – sein Glanz erleuchtet Wege des Fortschritts,
schützt die Natur und eint das Streben nach Qualität.
Hier zählt nicht Gewinn, sondern Sein, hier fließen Gaben von Herz und Hand in einen Strom, der uns gemeinsam weiterträgt.

Der Mensch vollendet Menschsein,wenn seine größten Errungenschaften, dem Leben selbst dienen.

So entsteht jene Welt der Fülle,in der jeder wächst – für die Gemeinschaft, für sich, für alles.

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